Umgestaltung Parkdeck Fröbelweg, Göttingen, Grone Nord zum Quartierplatz

Bauherr:

  • Prometheus Immobilien Verwaltungs GmbH und Co. KG, erster Immobilienfond für Deutschland, vertreten durch berlinovo Immobilien, Berlin

Auftraggeber:

  • Wie Bauherr

Architekten:

Tragwerksplanung:

  • RBG Ingenieure, Northeim

Bodenbild:

Bauausführung:

  • LAFRENTZ Baugesellschaft mbH, Hannover

Asset Management:

  • Valteq GmbH, Berlin

Ausgangssituation:

Seit der Entstehung des Wohnquartiers Grone Nord in den frühen 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde an der Gestaltung der Siedlung und Freiräume nichts wesentliches verändert.
Die komplette Anlage war dem damals vorherrschenden Ideal der "modernen Stadt" verpflichtet. Das bedeutete: Wohnen mit viel Grünbezug, aber auch Trennung der Funktionen Wohnen/ Arbeiten/ Freizeit.

Diese Entmischung der Funktionen auch des öffentlichen Lebens auf der Straße entsprach nicht mehr den zeitgemäßen Vorstellungen vom Wohnen.

Durch die Anordnung von Parkplätzen im Bereich der Stichstraßen Pestalozzi- und Fröbelweg ist der "öffentliche Raum" auf die Funktionen, Abstellplatz von PKW und Mülltonnen, reduziert worden.
Öffentliches Leben und "soziale Kontrolle" fand nicht statt - es bestand die Gefahr der Ghettoisierung.

Was im Quartier fehlte war ein öffentlicher Raum oder Platz mit Aufenthaltsqualität. Anders als in Grone Süd gab es in Grone Nord kein Quartierszentrum.

Die Neuordnung der Freianlage und Stadträume im Bereich des Parkdecks bietet die Möglichkeit, diese fehlenden Räume zu erzeugen.

Der Zugang zum attraktiven Blockinneren mit seinem Teich und der parkähnlichen Vegetation ist nun aufgewertet worden. - Die Sichtachse zum Teich ist offen.


Maßnahmen:

  • Erhalt der unteren Parkebene, 44 Stellplätze.
  • Abbruch massive Brüstung des oberen Parkdecks.
  • Umnutzung obere Parkebene zum Stadtplatz.
  • Ca. 1,70m über Terrain umlaufende Treppen, dadurch keine Brüstung erforderlich.
  • Blickbezüge zum grünen Hof.

Das Bodenbild:

Ein Buchstabenrätsel, welches durch das Erlaufen der
farbigen Tartanbahnen zu lösen ist.
Das Bild besteht aus den Buchstaben des Ortsnamens
GRONE. Sie sind aus der Fußgängerperspektive als
Ganzes nicht lesbar, sondern sind als grosszügige und
verschiedenfarbige Bögen und Achsen sichtbar. Erst
beim Erlaufen der einzelnen Farbbahnen können die
Buchstaben erraten und zu verschiedenen Wörtern
zusammengesetzt werden. Es lassen sich je nach
Reihenfolge und Phantasie auch andere Begriffe
finden: z.B. REGEN, GRUEN, GERNE, NORDEN.


Der Name Grone (Grone=Grün, aha=Achse=Wasser)
selber lässt sich auf den Ort übertragen, welcher den
Ursprung in dem grünen Pflanzenwuchs des Baches
hat. Das Bodenbild nimmt Bezug auf das dynamische
Ineinanderfließen von Wasseradern. Zudem benennt
es den Ort nebenbei auf wandlungsfähige Weise.


Von Ina Geißler ->, Bildende Künstlerin